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Vespa World Days 2009 in Zell am See (A)

11.-14.06.2009 - Charles De Pierre, Christian Steger, Tom Hurschler, Giovanni Pepe


Donnerstag – Sonntag, 11. bis 14. Juni 2009 fanden im österreichischen Zell an See die dies-jährigen Vespa World Days statt. Zell am See liegt

im Salzburgerland und ist auch mit der Vespa bequem in zwei Tagen erreichbar. Das, die wunderschöne Gegend und die Aussicht auf die

sprichwörtliche österreichische Gastlichkeit waren sicher Gründe, dass sich insgesamt fünf Mitglieder mit je einer Vespa (+2 Begleitpersonen)

vom Vespaclub Bern zur Teilnahme an diesem Event ent-schliessen konnten.


Anreise

Die Anreise erfolgte von jedem unserer Mitglieder individuell. Im Gegensatz zu Hans Meyes und Giovanni Pepe, die es vorzogen, ihre Vespas in

Kleintransportern bzw., mit PW nach Zell am See zu transportieren, fuhren Tom Hurschler und Christian Steger zusammen mit den

Solothurner Skameraden am 1. Anreisetag am 10.06.2009 folgende Strecke:

Thun - Worb - Gross-höchstetten - Langnau - Huttwil - Willisau -Wolhusen - Malters - Littau - Emmen - Gisikon - Cham - Baar - Sihlbrugg -

Hirzel - Wädenswil - Richterswil - Freienbach - Pfäffikon - Lachen - Siebnen - Reichenburg - Niederurnen - Näfels - Kerenzerberg - Mühlehorn -

Walenstadt - Flums - Mels - Sargans - Trübach - Balzers - Triesen - Vaduz - Schaan - Feldkirch - Frastanz - Nenzing - Bludenz - Braz- Daalas -  

Wald a.A. - Langen-Klösterle - Arlbergpass - St.Anton - Pettneu - Landeck – Oetz


und folgende Strecke am 11.06.2009: Oetz - Kühtaipass - Innsbruck - Hall i.T - Schwaz - Strass i.Z. - Zell am Ziller - Gerlos - Gerlospass -

Krimml - Mittersill -Piesendorf - Zell a. See


Charles und seine Frau Yen als Beifahrerin waren bereits insgesamt fünf Tage vor den Vespa World Days mit Ihrer 125er Vespa PX unterwegs,

wobei sie die Reise via Lindau am Bodensee über die deutsche Alpenstrasse nach Füssen im Allgäu (Besuch der Schlösser Neuschwanstein und

Hohenschwangau) und der Weiterfahrt nach Österreich via Fernpass, Innsbruck und Kitzbühel nach Zell am See führte.


Donnerstag, 1.Tag

Bei unserer Ankunft am Donnerstag erlebten wir vermutlich wettermässig das „Worst Case“ für jeden Veranstalter: Total verhangender

Himmel, schwarze Wolken, starke orkanartige Windböen. Kaum hatten wir unsere Vespa in der Tiefgarage des Veranstaltungscenters in

Zell am See parkiert, gingen im Himmel die Regenpforten auf und eine Windböe riss eines der auf dem Festplatz aufgestellten Zelte um.

Zum Glück war das Gewitter jedoch nur von kurzer Dauer. Im Veranstaltungscenter befand sich eine interessante Ausstellung von sehr schön

restaurierten Vespas aller Modelle und Baujahre. Bereits gegen Abend war der Himmel zwar noch verhangen, es regnete jedoch nicht mehr.

Die Anmeldung bzw. das Fassen der Teilnehmersachen (jede eingeschriebener Teilnehmer erhielt eine mit dem Veranstaltungslogo verzierte

Aktentasche, ein T-Shirt, eine Plakette und diverses Werbematerial) erfolgte schnell und unkompliziert.


Freitag, 2.Tag

Highlight an diesem Tag war sicher die gemeinsame Ausfahrt auf den Grossglockner. Gestartet von Zell am See bei nicht gerade verlockenden

Wetteraussichten (dies dürfte viele an der Teilnahme abgehalten haben) bewegte sich ein schier unendlicher Tross von Rollern auf der

Grossglockner-Alpenstrasse bergaufwärts. Mit der Zeit lichtete sich der Nebel und Regen und wir konnten eine grandiose Aussicht auf die

Alpenlandschaft geniessen. Auf dem Gipfelparkplatz gab es dann  um die Mittagszeit Leberkäs, Semmeln und Mineralwasser als Verköstigung.

Schade war nur, dass die Essensverteilung personell völlig unterdotiert war, so dass sich eine riesige  Warteschlange bildete. Entschädigt

wurden wir aber durch die schöne Landschaft des Grossglockners und die sehr gut  unterhaltene, mautpflichtige Alpenstrasse. Die Höhe

brachte betreffend Leistung manches der Zweitakt - Vespamotoren an ihre Grenzen. Die Rückfahrt nach Zell am See erfolgte anschliessend

individuell. Man munkelt, dass bis spät am Abend noch gewisse Vespistis die Alpengegend unsicher machten (Vielleicht sind sie heute noch

oben…   : -).)

Am Abend gegen 1800 Uhr fand die ursprünglich auf Samstag programmierte Akrobatikaufführung der Vespakollegen aus München statt.

Weshalb diese Programm- Umstellung erfolgte ist aufgrund der mangelnden Kommunikation seitens des Organisationskomitees nicht bekannt.

Am späteren Abend fand dann der fakultative Ausflug zum Essen auf der Burg in Kaprun statt. Die gleiche Problematik wie auf dem Gross-

glockner mit der Warteschlange hatten Teilnehmer auch beim Essen in der Burg, wo unzumutbar lange auf eine (zusätzlich zu bezahlende)

Verköstigung gewartet werden musste.


Samstag, 3.Tag

Am Samstagnachmittag fand der wohl wichtigste Event der Veranstaltung, die gemeinsame  Corsofahrt um den Zeller See, statt. Leider

erfolge die Rundfahrt der rund 3'000 anwesenden Vespas gestaffelt in grösseren Gruppen, so dass von einem eigentlichen Corso nicht die Rede

sein konnte. Die Veranstalter bzw. die Polizei waren im Weiteren nicht in der Lage (oder wollten es einfach nicht) den anderen Verkehr auf

der Corsostrecke fernzuhalten. Demzufolge kam auch nicht das während der Veranstaltungen der vergangenen Jahre erlebte gemeinsame

Corso- Feeling auf. Schade! Am Samstagabend fand dann in der Festhalle in Zell am See das gemeinsame Galadinner statt. Organisatorisch

fehlte gegenüber den Vorjahren, ausser der Eintrittskontrolle, jegliche Organisation. Die viel zu eng aufgestellten Banketttische waren nicht

nach den teilnehmenden Clubs angeschrieben und die mehreren tausend Bankettbesucher sollten sich an einem Buffet selber verköstigen

(übrigens ein sehr schönes Buffet). Ein Ding der Unmöglichkeit bei dieser Anzahl Teilnehmer! Dies sowie die Tatsache, dass die Bankett-

besucher gemäss Organisatoren nach der ersten Flasche Wein und Mineralwasser die Getränke zu gepfefferten Preisen zusätzlich bezahlen

sollten, veranlasste die italienischen Vespistis, nach lautstarker Proklamation ihres Unmuts geschlossen das Galabankett zu verlassen. Die,

die der Veranstaltung bis zum Schluss bewohnten, wurden nochmals bei der traditionellen Verlosung einer Vespa bitter enttäuscht, als die

Organisatoren diese mittels zusätzlichen Verkaufs von Losen bewerkstelligen wollten. Wir selber hatten den Saal zu diesem Zeitpunkt wegen

zu starker Geräuschkulisse bereits verlassen. Wirklich schade, dass es soweit kommen konnte und für die Organisatoren eines solchen Anlasses

nicht würdig!


Am Sonntagmorgen reisten die meisten von uns wieder nach Hause. Christian und Tom fuhren  zusammen mit den Skameraden am

14.06.2009 folgende Etappe: Zell am See - Mittersill -  Felberntauerntunnel - Mastrei - Sterzig/Vipiteno - Jaufenpass – Meran


Yen und Charles setzten ihre zweiwöchige Vesparundreise via Salzburg und Linz fort, um dann das tschechische Südböhmen (Cesky Krumlov,

Cesky Budejovice, besser bekannt als Krumau  und Budweis) zu erkunden. Quer durch Tschechien ging es dann rund um den Böhmerwald nach

Bayern zurück, um dann via Passau und München in Richtung Schwarzwald zu gelangen. Am Donnerstag 18.06.2009 erreichten Sie dann nach

rund 3'000km auf ihrer schwarzen Vespa PX wohlbehalten und ohne Panne ihre Berner Heimat wieder.


Und am 15.06.2009 den Rest nach Hause auf folgender Strecke: Meran - Silandro - Spondiagna  - Stilfser Joch - Umbrail - Sta. Maria - Ofen-

pass - Zernez - Sagliains - Autoverlad Vereina - Küblis  - Landquart - Sargans - Mels - Flums - Walenstadt - Mühlehorn - Kerenzerberg - Näfels -

Niederurnen - Reichenburg - Siebnen - Lachen  - Pfäffikon - Freienbach - Richterswil - Wädenswil -  Hirzel - Sihlbrugg - Baar - Cham -

Gisikon - Emmen - Littau - Malters - Wolhusen - Willisau -  Huttwil - Langnau - Grosshöchstetten - Worb - Thun


Zusammenfassung

Die Teilnahme an der diesjährigen Veranstaltung war sicher für jeden von uns ein Erlebnis. Nächstes Jahr werden die Vespa World Days vor-

aussichtlich im portugiesischen Fatima stattfinden. Nach dem anlässlich des offiziellen Teils der Veranstaltung in Zell am See Erlebten (ins-

besonders der Galaabend) kann man sich jedoch die Frage stellen, ob eine Veranstaltung in  diesem Rahmen überhaupt noch durchführbar

bzw. genehm ist. Der organisatorische Auftritt, insbesonders anlässlich des Galaabends und der Corsofahrt lässt den schalen Beigeschmack,

dass man die (zahlenden) Gäste zwar gerne aufnahm, die Veranstaltung jedoch unter geringstem administrativen Aufwand, einem Minimum

an Belästigung der Anwohner und anderen Feriengäste und mit einem Maximum an Gewinn durchführten wollte. Schade! Immerhin dürfte

Zell am See bezüglich der Beherbergung und Restauration während dieses Vespa-Weekends satte schwarze Zahlen geschrieben haben!!

Nichtsdestotrotz war die Zusammenkunft mit Vespistis aus ganz Europa ein sehr schönes Erlebnis. Ich werde mir bei der Teilnahme an einer

künftigen Veranstaltung dieser Art jedoch genau überlegen, ob ich mich überhaupt offiziell anmelde (kostet immerhin 60€ pro Person) oder

„einfach so“ mit der Vespa an die Veranstaltung reise (was, wie ich erfahren konnte, bereits von vielen Vespistis seit Jahren so gemacht

wird).



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