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EuroVespa Turin 2005

16.-18.06.2004 - Charles De Pierre


Wie bereits anlässlich der letztjährigen Eurovespa in Pörtschach A angekündigt, fand am 16.-18.Juni 2006 die diesjährige Eurovespa in Turin
statt. Neben dem 60jährigen Geburtstag der eigentlichen Vespa war es vermutlich eines der letzten Eurovespa-Treffen im bisherigen Rahmen,
da der Vespa-Dachverband bekanntlich aufgelöst wurde. Eine Weiterführung dieser Veranstaltung (und in welchem Rahmen) hängt nun von
der Firma Piaggio ab.

Unsere Anreise
Leider beschränkte sich die Anzahl der Mitglieder des Vespa-Clubs Bern wie im letzten Jahr in Pörtschach A auf eine Vespa mit Fahrer und
Sozia. Schade! Um endlich mal das schöne Piemont kennen zu lernen, beschlossen wir bereits am Mittwoch die Reise in den Süden zu be-
ginnen. Die Fahrt führte in drei Tagesetappen von Bern nach Fribourg – Bulle - Colle des Mosses – Aigle – Martigny - Grand-St. Bernard  –
Aosta – Ivrea - Chivaso schlussendlich nach Turin.


Das Wetter war herrlich und die Fahrt mit der Vespa auf den guten italienischen Überlandstrassen (SS 26 und 11) problemlos.
Wir besuchten während der Fahrt diverse der dortigen Burgen, Festungen und Städte (Andere Teilnehmer machten die 400 km-Stecke nonstop
in einem Tag).


Resumé
Zusammengefasst kann diese Eurovespa als sehr schönes Erlebnis verzeichnet werden. Dazu beigetragen hat sicher das gute Wetter sowie der
Charme des Piemonts. Was die Organisation der Veranstaltung durch die italienischen Kollegen betrifft kann eigentlich nur wenig bemängelt
werden. Die meisten Programmpunkte waren gut durchorganisiert und die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden (Stadtverwaltung,
Polizei) klappte offenbar ausgezeichnet. Einzige Wermutstropfen bildeten die gemäss Programm offenbar irgendwo in Turin stattgefundenen
Ausstellungen und Extravorführungen, von denen die Funktionäre offenbar selber keine Ahnung hatten. Da wir nicht wussten wo diese statt-
fanden, konnten wir sie auch nicht besuchen (machte nichts, wir hatten sowieso keine Zeit dazu!). Etwas zu denken hat mir im Zusammen-
hang mit dieser Veranstaltung das Umwelt- als auch das Sicherheitsproblem. Am Samstag erfolgten insgesamt drei grosse Verschiebungen
aller Teilnehmer quer durch die Stadt (1 x Corso und Hin- und Zurück zum Galadinner) und am Sonntag nochmals ein Corso über die Mittags-
zeit (der jedoch mehrheitlich von den italienischen Vespistis bestritten wurde). Jede dieser Ausfahrten war mit eine unbeschreiblichen Lärm-
und Rauchbelastung verbunden und führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Anwohner nach an-
fänglicher Sympathie nicht gerade begeistert waren! In der Schweiz dürfte eine derartige Veranstaltung auf diese Art und Weise nie und
nimmer Chancen haben bewilligt zu werden.


Im Gegensatz zur letztjährigen Veranstaltung in Österreich erfolgte die Verschiebung zum Galadinner zwingend mit der Vespa.

Das Essen war gut, mit der Verteilung kam es aus logistischen Gründen leider am der zweiten Vorspeise etwas zu Engpässen (oder waren die

Köche zu sehr damit beschäftigt, das Fussballspiel Italien - USA zu verfolgen?) Neben dem Essen sprachen viele der Teilnehmer rege dem an-
gebotenen Weinen zu (die im übrigen exzellent waren). Obwohl die Rückfahrt zur späten Nachtstunde mit Polizeibegleitung relativ sicher und
langsam verlief sollte der Sicherheit willen eher auf kollektive Transportmittel (wie Busse in Pörtschach) gesetzt werden.  
Nichtsdestotrotz war meines Erachtens diese Veranstaltung ein grosser Erfolg. Die grosse Anzahl Teilnehmer sollte Beweis genug sein, dass
auch für die Zukunft ein Bedarf für solche Treffen da ist. Es liegt nun an der Firma Piaggio zu entscheiden, in welcher Art und Weise sie
zukünftig solche Treffen unterstützen will. Ungeachtet des Entscheides von Piaggio wird es jedoch sicher weiter solcher internationale
Treffen, organisiert durch nationale Clubs, geben. - Das hoffe ich!

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